Impulse im Triathlon mit Mobility Training setzen

Mobility Training mit Antje und Fabian

Mit Mobility Training zu einem noch besseren Triathleten werden. In den nächsten Wochen begleiten wir dieses Projekt von Profi-Triathlet Fabian Rahn und Mobility Trainerin Antje Laschewski auf sämtlichen Kanälen der tritime. Ziel ist es, aufzuzeigen, das Mobility Training im Triathlontraining tatsächlich sehr viel bringt.

Im Juli 2020 trafen sich Fabian Rahn und Antje Laschewski beim Schwimmcamp am Fuschlsee. Fabian ist Profi-Triathlet, Antje ist im „richtigen“ leben Wirtschaftsjournalistin mit VWL-Diplom. Ihre Freizeit widmet sie ganz dem Sport. Als begeisterte Hobbytriathletin ist sie zudem als tritime women-Botschafterin unterwegs und hat für die tritime schon einige Artikel verfasst. Nach einem schweren Unfall mit drei Brüchen in der Wirbelsäule hat sie sich mit viel Eigeninitiative wieder fit gemacht. Alle Erfahrungen und das Wissen, das sie sich in dieser Zeit angeeignet hat, will sie unbedingt auch an andere Sportler weitergeben. Deshalb abolvierte sie u.a. die Ausbildung zum Fitnesstrainer-B-Lizenz, zum medizinischen Trainer und zum functional Trainer. Während Fabian beim Camp am Fuschelsee überwiegend an seiner Schwimmperformance zusammen mit seinem Trainer Marco Henrichs arbeitete, trainierte Antje die am Camp teilnehmenden Athleten am Beckenrand. Im Fokus standen aktivierende Aufwärmprogramme vor den Schwimmeinheiten. Darüber hinaus legte Antje Schwerpunkte auf Ganzkörper-Mobilitätsübungen.

Zwar verstanden sich Antje und Fabian von Anfang an sehr gut, doch zunächst war Fabian bezüglich des Trainingsprogramms von Antje skeptisch und schenkte deshalb diesem „Herumhampeln“ vor dem Training keine große Aufmerksamkeit.

Steif wie ein Brett

Fabian: Ich zog die ersten beiden Tage mein Training wie gewohnt durch. Wie gewohnt bedeutete, dass ich mich quasi nie vor dem (Schwimm)Training aufwärmte und auch sonst nur sporadisch irgendwelche Dehnübungen ausführte, obwohl ich weiß, dass ich in diesem Bereich große Defizite habe. Aber wie es so oft ist, wenn man keine Ahnung hat: Genau, man versucht erst gar nicht, etwas zu ändern. Am dritten Tag meinte Antje zu mir: „Warum nimmst du nie am Mobility teil?“ Eine richtige Antwort wusste ich nicht darauf, aber ich nahm fortan einfach  teil. Das Mobilitiy-Programm vor dem Schwimmtraining nahm in etwa zehn Minuten in Anspruch und bereits nach fünf Minuten fühlte ich mich platt und angestrengt. Auch ein Seitenhieb von Antje blieb nicht aus: „Mensch Fabi, da ist aber noch viel Potenzial. Du bist ja steif wie ein Brett.“ Recht hatte sie und daher war das Aufwärmprogramm für mich bereits anstrengend und ich fühlte mich danach, als hätte ich Krafttraining gemacht. Ihr ahnt es wahrscheinlich bereits, dass das definitiv so nicht sein soll.

Potenzial im Triathlon verschenken

In den Stunden und Tagen danach sprachen Antje und ich viel über mein Training und mein Beweglichkeits- bzw. Krafttraining. Beweglichkeits- und Krafttraining sind definitiv essenziell für Triathleten, werden aber wahrscheinlich von einem Prozentsatz jenseits der 90 vernachlässigt. Für die meisten Triathlet/-innen zählen nur die absolvierten Strecken, was bei mir bis dahin mehr oder weniger auch so war. Antje machte mir sowohl praktisch als auch theoretisch klar, dass ich sehr viel Potenzial verschenke und dies wollte ich unbedingt ändern. Schnell war dann die Idee geboren, durch ein gezieltes Mobility Training aus mir einen besseren Athleten zu machen.

Typisches Phänomen bei Triathleten: Bewegungs- und Kraftdefizite

Fabians einleitende Geschichte lässt sich  sehr gut als Blaupause für viele Altersklasse-Athleten nehmen, so die Meinung von Antje. Im Fokus steht erst mal ballern im Training und für alles andere ist dann oft die Zeit zu knapp. Viele Triathlet/-innen haben deshalb Bewegungs- und Kraftdefizite. So passen sich zum Beispiel im Oberkörper alle Strukturen rund um die Hals- und Brustwirbelsäule sowie Schulter – zum Beispiel bedingt durch die dauernde sportspezifische Beugehaltung auf dem Rad an. Die Wirbelsäule und die Schultern verlieren dadurch beispielsweise an Rotationsfähigkeit, die Brustmuskulatur verkürzt und an den hinteren Schultern und den Rhomboiden verkümmert die Muskulatur, da sie kaum gefördert wird. Das rächt sich in Bezug auf dieses Beispiel insbesondere beim Schwimmen mit Auswirkungen auf Effizienz, Leistungs- aber auch Verletzungsanfälligkeit.

Die tritime begleitet Antje und Fabian auf dem Weg hin zum „besseren Athleten“. Euch erwartet ein spannendes Projekt mit Theorie, Praxis und vielen Erfahrungswerten auf allen Kanälen der tritime.

Vorschau: Im nächsten Teil wird der Begriff Mobility Training erklärt,

Aufmacherfoto: H2OBloxx und Sigma Sport Germany