tritime tested: Athletic Greens

tritime tested: Athletic Greens
tritime tested: Athletic Greens

Haben Sie schon einmal ihr Ess- und Trinkverhalten dokumentiert und von einem Ernährungsberater überprüfen lassen, ob Sie sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren und Ihrem Organismus auch die benötigten Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge zuführen?

Viele Ausdauersportler scheuen den zeitlichen Aufwand und die Disziplin einer umfassenden Dokumentation, auch eine umfassende Blutuntersuchung hinsichtlich der interessanten Parameter schlägt schnell mit zwei- bis dreihundert Euro zu Buche, die von den gesetzlichen Krankenkassen meist nicht übernommen werden. Insofern verwundert es auch nicht, dass etliche Ausdauersportler, die sich schlapp fühlen und Leistungseinbußen feststellen, bei der Nahrungsergänzung den Empfehlungen ihrer Trainingskameraden vertrauen. Die Bandbreite erstreckt sich von Magnesium bis Zink und B-Vitaminen bis zu Aminosäuren. Sich ohne medizinischen Befund durch eine „wahllose“ Ergänzung selbst zu therapieren, birgt das Risiko, nicht nur falsch, sondern sogar kontraproduktiv zu ergänzen. Kein Wunder, dass der Markt für Komplexpräparate, die das „gesamte Spektrum“ an Vitaminen und Nährstoffen enthalten sollen, zunimmt. Und genau so ein Produkt wurde uns in den vergangenen Wochen und Monaten auf Facebook und Instagram regelmäßig zum Kauf vorgeschlagen: Athletic Greens.

Hintergrund Athletic Greens

Gemeinsam mit Ärzten, Heilpraktikern und Ernährungswissenschaftlern entwickelte vor zehn Jahren der Neuseeländer Chris Ashenden ein Präparat, das die für die tägliche Ernährung wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe inklusive Pro- und Präbiotika, Adaptogene, Superfood-Komplex und vieles mehr enthalten sollte. Eine Verabreichung in Form von marktüblichen Kapseln schloss Ashenden von Anfang an aus. Das Ergebnis ist ein grünes Pulver, das in Wasser aufgelöst möglichst vor dem Frühstück auf nüchternen Magen getrunken werden soll. Athletic Greens stellt unter anderem nachfolgende Vorteile in den Fokus seiner Kommunikation: verbesserte Verdauung, verbesserte Aufnahme von Nährstoffen, verbesserte mentale und körperliche Leistungsfähigkeit, verbessertes Immunsystem, stärkere Haare und Finger-Fußnägel, besserer Schlaf, reduzierter Heißhunger und vieles mehr. Dies hat uns dazu bewogen, Athletic Greens zu testen. Und da die vom Hersteller festgestellten Veränderungen sich in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr bemerkbar machen sollen, unterziehe ich das Nahrungsergänzungsmittel einem ausführlichen Langzeittest.

Erste Erfahrungen

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Die empfohlenen zwölf Gramm von dem grünen Pulver – die Abmessung erfolgt mit einem Löffel oder durch eine separat verpackte Tagesration – werden in einem mit einem viertel Liter kalten Wasser gefüllten Shaker durch kräftiges Schütteln in circa 30 Sekunden nahezu vollständig aufgelöst. Auf der Oberfläche des Shakes bildet sich eine sehr dünne Schaumschicht. Der Flüssigkeitszustand des Shakes ist nur unwesentlich dichter als Wasser, und dieser lässt sich sehr gut trinken. Athletic Green riecht etwas nach Algen und hat geschmacklich eine ganz leicht süßliche Note.

Hinsichtlich des kalten Wassers stellte sich die Frage: kaltes Leitungswasser oder Kühlschranktemperatur von rund zehn Grad Celsius? Diejenigen, die einen kälteempfindlichen Magen haben, sollten eher lauwarmes Wasser verwenden. Bei dem Selbsttest stellte ich fest, dass zwischen Shake und Frühstück möglichst ein zeitlicher Abstand von einer halben Stunde liegen sollte, also ideal für die Dusche und Zubereitung des Frühstücks. Da ich – je nach Stresslevel – im Laufe des Vormittags und des Nachmittags gerne zu eher unvernünftigen Zwischensnacks inklusive Kaffee oder Tee greife, gewöhnte ich es mir bereits nach einer Woche an, den Shake auf nüchternen Magen zugunsten zweier Shakes gegen 11.00 und 15.30 Uhr zu ersetzen. Somit schlug ich den Heißhungerattacken meist ein Schnippchen und konnte zum Abend hin ohne Hungergefühl mein Training durchführen. Und da ich gekühltes Wasser verwendete, wirkte der Shake gerade bei schwül-heißen Temperaturen erfrischend.

Wie sich die regelmäßige Verwendung von Athletic Greens auf meine Leistungsfähigkeit auswirkt, darüber berichte ich Ende August.

Text/ Foto: Klaus Arendt
weitere Informationen: Athletic Greens