Bewegungsanalyse

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Seit 2006 beschäftigt sich Christopher Mayer – der 35-jährige Orthopädietechniker-Meister, Sensomotorik-Therapeut, Techniker für Sportorthopädie und zertifizierter Bewegungsanalytiker ist Geschäftsführer des Sanitätshauses Schneider & Piecha in Offenbach – mit der Untersuchung des menschlichen Ganges. Vor dem Hintergrund seines Berufsmottos „Die Ursache muss behandelt werden und nicht nur die Symptomatik“ diskutierten wir mit dem passionierten Triathleten über die Laufschuhberatung.

Herr Mayer, Ihr Zentrum für Bewegungsanalytik ist einem Sanitätshaus angeschlossen. Wie kam es denn dazu?

Ziemlich ungewöhnlich, nicht wahr? Ein Sanitätshaus wird meist mit alten und kranken Menschen in Verbindung gebracht, die zur Erleichterung ihres Alltags Rollatoren, Prothesen, Bandagen oder ähnliche orthopädische Hilfsmittel benötigen. Das ist allerdings nur die offensichtliche und allgemein bekannte Seite eines Sanitätshauses. Neben der Beratung im Rahmen der Rehaversorgung beschäftigen wir uns auch intensiv mit den eigentlichen Ursachen der Symptomatik. Bei Knieschmerzen beispielsweise mag eine passgenaue Orthese zu einer Linderung der Schmerzen führen, aber das ist meist nur die halbe Wahrheit und nur ein kleiner Part der Therapie. Die eigentliche Ursache liegt meist woanders, beispielsweise im suboptimalen Zusammenspiel von Sehnen, Muskeln, Bändern und Gelenken oder in Becken- und Fußfehlstellungen. Und vor diesem Hintergrund entstand vor ziemlich genau zehn Jahren die Idee, das Zentrum für Bewegungsanalytik zu gründen.

Was sich ziemlich wissenschaftlich anhört. Was verbirgt sich im Detail dahinter?

In unserer Branche wird der Sport ziemlich stiefmütterlich behandelt. Und das wollte ich ändern. Vor dem Hintergrund der Vielzahl mit dem Laufen – unabhängig von der ausgeübten Sportart – in Verbindung stehenden Verletzungen entstand die Idee, den Athleten in seinem Bewegungsablauf möglichst ganzheitlich zu beraten. Und da der Fisch bekanntlich am Kopf zu stinken anfängt, sollte man seine Analyse nicht nur auf einen Bereich konzentrieren, sondern die gesamte Kette vom Kopf bis zu den Füßen betrachten. Unsere Betreuung ist zudem langfristig ausgerichtet, schließlich verändert sich mit jedem Trainingsjahr nicht nur die Leistung, sondern auch die Beweglichkeit des Sportlers und somit zwangsläufig auch der Bewegungsablauf beim Sport und im Alltag. Sie sehen, die Bewegungsanalytik ist ein fortlaufender Prozess, und zwar über alle Altersstufen hinweg. Und genau darauf haben wir – unter Berücksichtigung der aktuell gültigen wissenschaftlichen Standards – unser Analysesystem aufgebaut. Und das geht nun einmal, bezogen auf den Laufsport, weit über die klassische Laufbandanalyse aus dem Sportfachgeschäft hinaus.

Das ganze Interview können Sie – neben vielen weiteren interessanten Themen – in der aktuellen Ausgabe der tritime lesen. Sie haben die Möglichkeit, die tritime einmalig als ePaper, einmalig als Printversion oder im Jahresabonnement zu erwerben, und zwar unter tritime-magazin.de/abo.

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Foto Bewegungsanalyse: Isaak Papadopoulos