Wie verhalte ich mich bei einem Gewitter?

Gerade in den Sommermonaten besteht die Gefahr eines schnellen Wetterumschwungs. Während zu Beginn der Trainingseinheit noch ein blauer Himmel das äußere Bild bestimmt, kann sich die Wetterlage binnen einer Stunde verändern und Gewitter aufziehen.

Wolkenauftürmungen und stark auffrischende Winde sind ein sicheres Anzeichen für ein bevorstehendes Wärmegewitter. Meistens befindet man sich in einer solchen Situation zu weit vom Ausgangspunkt der Tour entfernt, um das Auto oder die eigenen vier Wände sicher zu erreichen. Spätestens dann, wenn es plötzlich windstill wird, aber auch die Vögel mit dem Zwitschern aufhören, heißt es, möglichst schnell einen sicheren Ort aufsuchen. Straßen und Wege auf freier Fläche, Bäche, Flüsse,Teiche, Seen oder einzeln stehende Bäume sind zu meiden.Wenn die nächste Ortschaft oder das (eigene) Auto zu weit entfernt sind, suchen Sie Häuser oder Scheunen auf, in denen Sie Zuflucht finden.

Achten Sie immer darauf, dass Sie nicht der höchste Punkt der Umgebung sind. Blitze suchen sich immer kurze Wege. Aber auch Mulden in tiefer gelegenen Wiesen oder dicht bewachsene Waldstücke mit niedrigem Baumbestand bieten Schutz. Lehnen Sie sich jedoch nicht an Bäume, sondern kauern Sie sich für die Dauer des Gewitters gebückt (Füße dicht nebeneinander, Knie mit beiden Armen umfassen) auf einen isolierenden Untergrund (Rucksack). Spätestens dann,wenn Sie ein Kribbeln im Haar verspüren, besteht Lebensgefahr durch einen drohenden Blitzschlag. In diesem Fall können Sie durch schlagartiges Hinlegen das System des sogenannten „Blitzkanals“, durch den der Blitz verläuft, zerstören. Ziehen Sie sich etwas Warmes an, um sich vor drohender Auskühlung zu schützen. Vergessen Sie nicht, Ihr Fahrrad in einem sicheren Abstand von Ihrem Standort abzulegen (circa 50 Meter) und halten Sie einen Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zu Hochspannungsleitungen. Schalten Sie auch Ihr Mobiltelefon aus und legen Sie es in sicherer Entfernung ab. Telefonieren Sie nur bei einem echten Notfall.

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Text: Dr. Kathrin Egger
Foto: fotolia/trendobjects