Freud und Leid bei den Paratriathleten

ITU World Triathlon Grand Final Rotterdam 2017, Paratriathlon, Martin Schulz, GER #530, Photo: JoKleindl/DTU

ITU World Triathlon Grand Final Rotterdam 2017, Paratriathlon, Martin Schulz, GER #530, Photo: JoKleindl/DTUFreud und Leid teilten sich die sechs Paratriathleten der Deutschen Triathlon Union zum Auftakt des Triathlon-WM-Wochenendes in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam.

 

Die WM-Debütanten Maike Hausberger (Trier) und Max Gelhaar (Leipzig) überraschten in ihrer Startklasse PTS3 (mittelschwere Behinderung) und gewannen jeweils Bronze.

ITU World Triathlon Grand Final Rotterdam 2017, Paratriathlon, Max Gelhaar, GER #325, , Photo: JoKleindl/DTU

Nora Hansel (Bochum, PTS3) und die sehbehinderte Lena Dieter mit Guide Lena Kämmerer (Viernheim, PTVI) verpassten als Vierte zwar knapp das Podium – zeigten bei herbstlichen Temperaturen am Rijnhaven aber tolle Leistungen. Auch Stefan Lösler (Ilsfeld, PTS2/schwere Behinderung), der trotz zwischenzeitlicher Führung nach 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern Laufen am Ende als Fünfter ins Ziel kam, erfüllte seine eigenen Erwartungen und war mit dem Resultat sehr zufrieden.

ITU World Triathlon Grand Final Rotterdam 2017, Paratriathlon, Maike Hausberger, GER #304, , Photo: JoKleindl/DTU

Bronze für Hausberger und Gelhaar, Schulz muss aufgeben

Für Martin Schulz (Leipzig), Paralympics-Goldmedaillengewinner und dreifacher Paratriathlon-Weltmeister in der PTS5 (leichte Behinderung), war die Weltmeisterschaft dagegen schon nach wenigen Metern auf der Laufstrecke vorbei. Eine alte Fußverletzung war am Vorabend des Rennens wieder aufgebrochen. „Es ist frustrierend und deprimierend, dass ich heute nicht zeigen konnte, was ich drauf habe“, sagte Schulz nach dem Wettkampf enttäuscht. Beim Schwimmen habe es noch problemlos funktioniert, aber schon der Weg zum Rad sei extrem schmerzhaft gewesen, so Schulz weiter. „Ich habe mich grundsätzlich sehr gut gefühlt, musste mir aber nach wenigen Laufmetern eingestehen, dass auch mit Zähne zusammenbeißen nichts geht.“ 2016 hatte Schulz noch seinen dritten WM-Titel gewonnen.

Text: Pressemitteilung Deutsche Triathlon Union e. V.
Fotos: Jo Kleindl | DTU