WTS Edmonton: Geht doch!

Photo by Wagner Araujo / ITU Media - Athlete during the 2016 Edmonton WTS World Triathlon Series in Edmonton, Alberta, Canada, on September 4, 2016.

Zuletzt aktualisiert am 1. März 2019

Photo by Wagner Araujo / ITU Media - Athlete during the 2016 Edmonton WTS World Triathlon Series in Edmonton, Alberta, Canada, on September 4, 2016.Steffen Justus und Jonathan Zipf haben beim im achten Rennen der ITU-WM-Serie in Edmonton (CAN) für die besten Saisonergebnisse der DTU-Herren gesorgt.

 

Beim überlegenen Sieg des Olympia-Silbermedaillengewinners Jonathan Brownlee lief Justus auf den sechsten Platz, Zipf wurde wenige Sekunden dahinter Achter. Auch Lasse Lührs zeigte in seinem zweiten WTS-Rennen eine beachtliche Leistung und erreichte das Ziel auf dem 16. Platz. Unter ihren Erwartungen blieben dagegen Hanna Philippin und Anja Knapp, die im Rennen der Damen als 22. und 27. finishten.

Justus, Zipf und Lührs überzeugend
Bereits beim Schwimmen deutete sich an, dass sich das DTU-Herren-Trio bei herbstlichen Bedingungen im Norden Kanadas viel vorgenommen hatte. Zipf (8:44 Min.) und Justus (8:45 Min.) gelang der Sprung in eine große Gruppe, die fortan versuchte, ein Ausreißertrio um Jonathan Brownlee (GBR) und Richard Varga (SLO), den schnellsten Schwimmer des Tages, einzuholen. Lührs schloss später ebenfalls zum Hauptfeld auf. An die drei Führenden kam die mehr als 30-köpfige Verfolgergruppe aber nicht heran. Dennoch befanden sich die drei Deutschen beim zweiten Wechsel in einer sehr guten Ausgangsposition, nämlich nur etwa zehn Sekunden hinter dem späteren Sieger Brownlee. Justus gelang der beste Wechsel, sodass sich der Vize-Weltmeister von 2010 als einer der ersten Verfolger Brownlees einreihte. Am Ende belohnte sich der 34-Jährige als Sechster (52:14 Minuten) mit seinem besten WTS-Ergebnis seit drei Jahren. Zipf verbesserte seinen zehnten Rang von Hamburg um zwei Positionen (52:21 Minuten) Lührs sammelte als 16. (52:39 Minuten) viel Selbstvertrauen für die U23-Weltmeisterschaften am 15./16. September auf Cozumel (MEX). Entsprechend zufrieden äußerte sich Reinhold Häußlein, DTU-Vizepräsident Leistungssport: „Das waren solide Leistungen, die letztendlich zu den besten Ergebnissen des ganzen Jahres geführt haben.“ Franz Löschke beendete das Rennen nach 54:15 Minuten auf dem 38. Rang.

Philippin und Knapp enttäuscht
Im Rennen der Damen schwammen Knapp (9:26 Minuten) und Philippin (9:42 Minuten) zwar solide, für die erste Radgruppe reichte das bei einer Lufttemperatur um zehn Grad Celsius aber nicht. Im Laufe des Radrennens büßten sie gemeinsam mit ihren etwa 25 Begleiterinnen noch etwas Zeit auf die neunköpfige Spitzengruppe um die aktuell in der WM-Wertung führende Flora Duffy (BER) ein. Knapp 30 Sekunden waren es nach den 20 technischen Radkilometern im Hawrelak Park von Edmonton. Die beiden Deutschen wechselten dennoch auf den verheißungsvollen Plätzen zwölf (Knapp) und 17 (Philippin) in die Laufschuhe – und lagen damit zumindest in Schlagdistanz zu den angepeilten Top Ten. Auf der Laufstrecke konnten dann aber weder Knapp noch Philippin das hohe Tempo der schnellsten Damen mitgehen. Beim Überraschungssieg der US-Amerikanerin Summer Cook (56:48 Minuten) reichte es für Hanna Philippin im 20. WTS-Rennen ihrer Karriere letztlich zu Rang 22. (58:28 Minuten), Anja Knapp landete 20 Sekunden dahinter auf dem 27. Platz. Wie allen anderen Athletinnen machte die Kälte auch den beiden Deutschen zu schaffen. „Ich habe trotzdem alles gegeben und versucht, das Rennen so gut wie möglich zu beenden. Leider bin ich weit unter meinen Möglichkeiten und Erwartungen geblieben“, so Philippin nach dem Rennen. Das Fazit von Anja Knapp: „Die schweren Bedingungen hatten heute alle. Allerdings kommen einige damit besser klar als andere – und zu denen habe ich leider nicht gehört.“

Nach den Stationen Abu Dhabi (VAE), Gold Coast (AUS), Kapstadt (RSA), Yokohama (JPN), Leeds (GBR), Stockholm (SWE), Hamburg (GER) und Edmonton (CAN) steht am 17./18. September das Grand Final der ITU World Triathlon Series auf dem Programm. Zugleich werden in zwei Wochen die Weltmeistertitel der Junioren und U23-Klasse vergeben. Dann unter anderem für die DTU dabei: die zweifache Juniorenweltmeisterin und Olympiateilnehmerin von Rio, Laura Lindemann.

Text: Pressemitteilung Deutsche Triathlon Union e.V.
Foto: Wagner Araujo | triathlon.org