Wiesbaden: Die Mini-WM vor Mooloolaba

Wiesbaden-2016_PK_IMG_4302Die Ironman 70.3 European Championship in Wiesbaden punktet beim zehnjährigen Jubiläum bereits vor dem Startschuss mit einem international erstklassigen Starterfeld.

 

Der heutigen Pressekonferenz wohnten neben den beiden Vorjahressiegern Camilla Pedersen und Boris Stein auch Laura Philipp, Melissa Hauschildt, Helle Frederiksen, Andreas Dreitz und Gregor Buchholz bei. Ein Blick auf die offizielle Startliste zeigt jedoch auch, dass sich bei den Damen mit Anja Beranek, Julia Gajer, Natascha Schmitt, Ricarda Lisk und Anja Knapp weitere Deutsche berechtigte Hoffnungen auf eine Top-Platzierung erhoffen. Ganz zu schweigen von weiteren internationalen Schwergewichten wie Kaisa Lehtonen, Emma Pallant, Magali Tisseryre und Jodie Swallow. Bei den Herren darf man gespannt sein auf Patrick Lange, Steffen Justus, Ruedi Wild, Maurice Clavel und Ritchie Nicholls.

O-Töne einiger Profis

Laura Philipp
„Ich hatte drei sehr gute Trainingswochen in der Höhe von St. Moritz. Mit den drei Siegen aus den letzten drei Rennen im Rücken bin ich hoch motiviert, bei der Konkurrenz das Podium zu erreichen. Es wird eines der härtesten Rennen des Jahres!“

Gregor Buchholz
„Nachdem ich vor vier Wochen mein Zeitfahrrad ausgepackt habe, stellte ich auf den ersten Kilometern fest, dass sich das ganz anders anfühlt als auf der Olympischen! Seitdem habe ich mich pro Woche rund fünfzehn Stunden an die neue Position gewöhnt. Ich merke ganz andere Muskelpartien und insbesondere meinen Nacken. Auch deshalb fühle ich mich wie ein Anfänger, bin natürlich nervös und angespannt, zumal die Abläufe, beispielsweise in den Wechselzonen ganz anders sind als in der World Triathlon Series. Am Sonntag möchte ich in allen drei Disziplinen solide Leistungen abrufen, nicht überzocken und mich an die neuen Distanzen gewöhnen!“

Andreas Dreitz
„Nach drei Wochen in der Höhe von St. Moritz bin ich direkt nach Wiesbaden gereist. Nach der guten Vorbereitung werde ich bei der Konkurrenz schauen, wie ich meine Stärken einsetzen und ausspielen kann. Durch Steffen Justus und Gregor Buchholz wird es sicherlich nicht leichter, am Sonntag zu gewinnen, denn beide verfügen beim Schwimmen und Laufen definitiv über eine hohe Grundschnelligkeit! Es wird also ein schwerer Gang! Und sollte es zu einer knappen Entscheidung kommen, dann bleiben diese Rennen lange in Erinnerung und geben viel Motivation!“

Boris Stein
„Nach der achtwöchigen Wettkampfpause weiß ich gerade nicht so genau, wo ich von der Form her genau stehe, schließlich habe ich alles auf Hawaii ausgerichtet. Ich bin jedoch – noch – entspannt und hoffe, dass wir Langdistanzler für Gregor Bchholz und Steffen Justus, die ich viel lieber bei Olympia als in diesem Rennen gesehen hätte, ein gutes Vorbild sind! Am Sonntag möchte ich erneut auf dem Podium stehen, alles andere wäre schon enttäuschend!“

Text | Foto: Klaus Arendt