Challenge Roth: Horst Reichel peilt die Top 5 an

PR_Horst-Reichel_bikeIn genau fünf Tagen befinden sich die Profis beim Challenge Roth bereits auf der Radstrecke. Ein Grund mehr, sich im Vorfeld mit einigen Protagonisten des Rennens zu unterhalten.

Wir beginnen mit Horst Reichel, Mitglied des im April vorgestellten Team Sport For Good.

Horst, Du startest zum ersten Mal in Roth. Was ist das Besondere an dem Rennen im Frankenland?
Für mich ist es der erste Start in Roth. Ich war aber in den vergangenen beiden Jahren immer als Zuschauer vor Ort und fasziniert von der Stimmung und der Gastfreundschaft. Da ich im Oktober nicht auf Hawaii starten werde, konnte ich es mir diesmal zum Glück terminlich einrichten, endlich in Roth anzutreten, der Kultstätte im Langdistanztriathlon schlechthin.

Wie schätzt Du Deine realistischen Chancen ein, und was ist Dein ganz persönliches Ziel?
Sofern ich meine Trainingsleistungen abrufen kann und ich keine Probleme bekomme, ist eine Top-5-Platzierung realistisch. An einem perfektem Tag kann ich vielleicht sogar das Podium angreifen. Ich habe dieses erste Halbjahr alles darauf ausgerichtet, war zum ersten Mal überhaupt für drei Wochen im Höhentrainingslager in St. Moritz und habe meinen Wettkampfkalender etwas eingeschränkt. Ich komme, um anzugreifen und nicht als Nebendarsteller aufzutreten. Dass so eine ganz gezielte Vorbereitung funktioniert, habe ich letztes Jahr mit dem Sieg beim Ironman Schweden schon gut hinbekommen. Ich hoffe dass ich in Roth genauso performen kann.

Wer sind die großen Favoriten auf den Sieg im Rennen der Herren/Damen?
Bei den Herren haben entweder Timo oder Nils die besten Karten. Bei den Frauen sehe ich Anja Beranek ganz vorne.

Hast Du besondere Vorkehrungen auf das bevorstehende Hitzerennen getroffen?
Speziell letzte Woche habe ich versucht meine Kerneinheiten in der Hitze zu absolvieren. Prinzipiell bevorzuge ich sowieso die wärmeren Temperaturen im Wettkampf.

Worauf wirst Du in der Rennwoche ernährungstechnisch besonders achten?
Aus der Vergangenheit habe ich gelernt, dass spezielle Wettkampfdiäten, wie Saltin und massives Carboloading kurz vor dem Wettkampf bei mir nichts bringen, außer ein permanent unangenehmes Völlegefühl. Daher ernähre ich mich ganz normal, jedoch sportlergerecht, so wie ich es ganzjährig auch praktiziere: eiweißreich, komplexe Kohlenhydrate und gute Fette. Ich werde aber vorab mehr als sonst trinken und in Anbetracht der Hitze meine Mineralienzufuhr etwas erhöhen.

Wie sehen Deine letzten Schwimm-, Rad- und Laufeinheiten vor dem Wettkampf aus und wann machst Du die?
Freitags gehe ich 20 Minuten Schwimmen: ein paar Sprints und ein Dauerschwimmprogramm. Samstags stehen noch eine Stunde Rad inklusive 2×5 Minuten Racepace sowie 20 Minuten lockeres Joggen mit etwas Lauf ABC an. Also alles recht überschaubar.

Wirst Du auf Deiner Reise nach Roth von Freunden und Deiner Familie begleitet? Welche Rolle nehmen sie dort ein?
Meine Freundin wird mich vor Ort betreuen. Sie ist zuständig für Zeitdurchsagen und Verpflegung. Desweiteren werden ein Dutzend Freunde anwesend sein, um mich über die Strecke zu jagen. Zudem stehen noch die anderen Kollegen aus dem Team Sport For Good parat, die mich organisatorisch unterstützen werden.“

Horst, wir wünschen Dir für den kommenden Sonntag maximalen Erfolg.

Foto: Team Sport For Good