Ironman Arizona: Angelas Blog
Teil 4: Viel Spaß im Urlaub …

Wenn ich mich auf den Weg zu einem Wettkampf im Ausland mache und mich für zwei Wochen aus der Heimat verabschiede, bekomme ich oft „Viel Spaß im Urlaub“ zu hören. Wie jetzt auch kurz vor meiner Abreise in die USA nach Arizona. Aber es bleibt nicht wirklich sehr viel Zeit für Sightseeing, denn umso näher der Wettkampf rückt, umso strukturierter werden die Tagesabläufe.

Mit Urlaub hat das nicht wirklich etwas zu tun, auch wenn es sicherlich schlechtere Orte zum Arbeiten gibt. Aber an den Tagen vor dem Wettkampf müssen sich Körper und Geist auf Höchstleistung einstellen, die es gilt, am Raceday abzurufen. Bei mir bedeutet das Ruhe, Ruhe und Ruhe … und einige Mentaltrainingseinheiten.

Am Donnerstag habe ich den gesamten Tag nicht trainiert und bin am heutigen Freitag nur eine Stunde locker mit dem Rad gefahren. Ich merke, dass ich genug Ruhe hatte. Ich kann es nicht mehr erwarten, dass das Rennen endlich beginnt.

Mittlerweile habe ich auch meine Startunterlagen abgeholt und dabei ist mir aufgefallen, dass die übliche Pasta-Party gar nicht stattfindet. Ich kann ehrlicherweise darauf verzichten und freue mich sogar ein wenig darüber. Stattdessen hat jeder Athlet einen Gutschein über 25 US-Dollar erhalten, den er innerhalb der nächsten Tage in einem von 30 Restaurants in der Umgebung einlösen kann.

Sehr auffällig ist auch, dass viele amerikanische Teilnehmer ihre Fahrräder mit der Spedition direkt ins Eincheck-Areal liefern lassen und sich das gerne 250-450 US-Dollar kosten lassen. Schon bei dem Challenge in Roth ist mir dies im Sommer aufgefallen. In den USA ist vieles eben halt ein bisschen anders.

Jetzt steht nur noch die Wettkampfbesprechung für die Profi-Athleten auf dem Programm. Ich bin gespannt … und voller Vorfreude auf den bevorstehenden Wettstreit.

Internet: angela-kuehnlein.de
Fotos: Privat