Ironman Arizona: Angelas Blog
Teil 3: Wo ist mein Radkoffer geblieben?

Als Jungprofi im Triathlon ist es nicht ganz so einfach, sich auf größere Reisen zu begeben, schließlich müssen die Kosten im Rahmen gehalten werden. Mit einem 23 Kilogramm schweren Radkoffer im Gepäck fallen Züge und Busse als Fortbewegungs mittel aus.

Und wer hat im Freundeskreis schon ein solch großes Auto, das uns und unsere Notwendigkeiten zum 140 Kilometer entfernten Flughafen nach München bringen könnte?

Schon allein der riesige Radkoffer belegt eine komplette Rücksitzbank. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als selbst zu fahren, das Auto zwei Wochen auf einer der etwas günstigeren Parkflächen außerhalb zu parken und sich mit dem Shuttle zum Terminal bringen zu lassen. Das ist schon recht zeitaufwändig. Bis dann das gesamte Gepäck am Schalter aufgegeben ist, vergeht nochmals viel Zeit.

Der Flug nach Philadelphia war normal und dauerte ungefähr neun Stunden. Dort angekommen mussten wir die Einwanderungskontrolle und den Zoll passieren. USA-Reisende wissen, dass auch bei einem Weiterflug das gesamte Gepäck vom Band abgeholt und nach Passieren der Zollkontrolle wieder eingecheckt werden muss, aufwändig, nicht zu ändern. Doch leider klappte in der Hometown von Rocky Balboa nicht alles. Ohne sichtbaren Erfolg warteten und warteten und warteten wir auf meinen Radkoffer. Die freundlichen Servicemitarbeiter am Flughafen zuckten zwar freundlich mit den Schultern und glaubten in Erfahrung gebracht zu haben, dass er wohl schon unterwegs nach Phoenix sei. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und wir überbrückten die Wartezeit bis zum Weiterflug mit einem exzellenten Kaffee. In Phoenix angekommen mussten wir dann feststellen, dass der Radkoffer mit meinen Sachen offensichtlich doch nicht eingetroffen war.

Zum Glück befanden sich meine Laufschuhe im Reisekoffer. Somit konnte ich in Tempe zumindest meine ersten Runden laufen. Die Radstrecke und die tolle Umgebung haben wir uns danach mit dem Mietauto angesehen. Das Wetter hier ist phantastisch. Es ist sonnig, warm aber sehr sehr trocken.

Und mein Radkoffer? Der wurde am nächsten Tag vollständig angeliefert. Nun ist alles komplett bei mir und ich kann mich für den Wettkampf vorbereiten. Ich freu mich schon sehr darauf.

Internet: angela-kuehnlein.de
Fotos: Privat