Ironman Arizona: Angelas Blog
Teil 2: Auf dem Weg nach Tempe

In meiner ersten Saison als Profi hatte ich mir vorgenommen, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. In der Schweiz und in Luxemburg absolvierte ich zwei Ironman 70.3-Wettkämpfe und erreichte jeweils einen Platz unter den Top 10. Motiviert von diesen Resultaten und dem Vorteil, als Profi eine Startplatzgarantie zu haben, begannen meine Planungen für die klassische Distanz über 226 Kilometer. Ich entschied mich für eine Teilnahme in Kalmar.

Trotz einiger Hürden und kleinerer Rückschläge im Rahmen meiner Vorbereitung auf das Rennen am 16. August versuchte ich in Schweden mein Bestes zu geben. Letztendlich war ich mit meinem Ergebnis in Schweden zufrieden. Als Achtplatzierte erreichte ich bei den Profidamen die Ziellinie und durfte mich über mein erstes Preisgeld freuen. Das war ein sehr gutes Gefühl und gab mir für die weiteren Planungen einen ungeheuren Motivationsschub.

Meine Strategie lautete: Punkte sammeln für Hawaii 2015! Und die ersten wollte ich nach dem Wettkampf in Barcelona auf meinem Konto sehen. Aber eine Infektion sorgte für eine ungewollte Zwangspause und liess meinen Start Anfang Oktober in Spanien platzen. Trotzdem gab ich die Hoffnung nicht auf und bereitete mich – inzwischen wieder vollständig genesen – auf das für mich nächste sinnvolle Rennen vor, dem Ironman Arizona am 16.11.2014.

Ich hoffe, meine Taktik für die Hawaii-Quali geht auf. Nach einem hoffentlich guten Abschneiden in den USA plane ich in der nächsten Saison zwei Rennen. Dieses klingt einfach und beinhaltet nicht zu viele Wettkämpfe, allerdings haben viele meiner Profikolleginnen eine ähnliche Herangehensweise. Ob diese Strategie auch für mich aufgeht, werde ich sehen – etwas klüger bin ich auf jeden Fall in zehn Tagen!

Mein nächster Blog kommt dann bereits aus dem sonnig warmen Tempe in Arizona. Dort liegen momentan die Tageshöchsttemperaturen bei rund 30 Grad Celsius.

Internet: angela-kuehnlein.de
Fotos: motioncompany.eu